Sie sind hier: Gewässer Zwickauer Mulde

Die Zwickauer Mulde ist seit dem frühen Mittelalter die Lebensader der Region.
Der Fluß wurde zum Transport der im Erzgebirge gefällten Bäume (Miriquidi) benutzt und es siedelten sich zahlreiche Mühlen, Brett- wie auch Kornmühlen am Flußlauf an. Selbst der Fischfang diente dem Broterwerb. Im 15. und 16. Jahrhundert wurden verschiedentlich sogar Lachse gefangen.
Die Mulde war und ist aber auch sehr launisch, so traten und treten immer wieder Hochwasser auf, welche im Mittelalter sehr oft mit dem Verlust von Menschenleben und enormen materiellen Schäden verbunden waren. Auch heute noch steigt die Mulde nach langanhaltendem Regen enorm schnell an und sorgt für Überflutungen. Das letzte verheerende Hochwasser liegt jedoch schon über 50 Jahre zurück und datiert auf das Jahr 1954. Hochwasserschutzmassnahmen wie die Talsperren Muldenberg und Eibenstock, sowie Dämme und Deiche in den Anrainerstädten haben das Hochwasserrisiko etwas entschärft.

Die Zwickauer Mulde hat zwei Quellen, zum einen die Rote Mulde, welche auf knapp 800 Höhenmetern nahe Schöneck entspringt und die Weiße Mulde, welche bei Kottenheide zu Tage tritt. Beide Bäche vereinigen sich an bzw. in der Talsperre Muldenberg. Ab da trägt der Fluss den Namen "Zwickauer Mulde", passiert Hammerbrücke, Morgenröthe Rautenkranz um südich Schönheide in die Trinkwassertalsperre Eibenstock zu fliessen. In Neidhardtstal verlässt sie die Talsperre und fließt vorbei an Bockau nach Aue, wo das Schwarzwasser in die Mulde mündet. Das Schwarzwasser entspringt am hinteren Fichtelberg und vereinigt sich in Schwarzenberg mit der Großen Mittweida, welche das Unterbecken des PSW Markersbach durchfließt. Vorbei an Bad Schlema und dem Poppenwald (bekannt durch die Prinzenhöhle) passiert sie Burg Stein und fließt über Fährbrücke, Wiesenburg und Silberstraße nach Wilkau-Hasslau. In Wilkau-Hasslau mündet der Rödelbach welcher auch das Crinitzer Wasser mitbringt in den Fluß und bei Cainsdorf erreicht die Mulde die namensgebende Stadt Zwickau. Das Stadtzentrum von Zwickau umfließt die Mulde östlich und vor Glauchau mündet der Mülsenbach, kurz hinter Glauchau der Lungwitzbach ein. Nahe Wechselburg mündet dann die Chemnitz und in Sermuth vereinigt sie sich nach 156 Flußkilometern mit der Freiberger Mulde zur Vereinigten Mulde.
Nachdem 1989 die Zwickauer Mulde verunreinigt durch viele Industrieabwässer praktisch tot war, hat sich in den letzten 15 Jahren wieder ein ansehnlicher Fischbestand entwickelt, welches nicht zuletzt durch gezielte Besatzmaßnahmen des Anglerverbandes möglich wurde. Werden im Oberlauf vornehmlich Bachforelle und Regenbogenforelle gefangen, so sind ab Silberstraße auch Hechte, Karpfen und Döbel anzutreffen. Selbst der Eisvogel ist an den Ufern wieder heimisch geworden und kann selbst im Stadtgebiet von Zwickau beobachtet werden.
Durch den streckenweise unverbauten Flußverlauf bieten sich sehr interessante Gewässerabschnitte, wildrauschende wechseln mit tieferen langsam fließenden Abschnitten und bieten somit für fast alle Angelarten Gelegenheit. Im oberen Bereich ist der Fluß reines Forellengewässer und darf nur mit der Fliegenrute beangelt werden. Ab Wiesenburg dann darf mit der Spinnangel und ab Straßenbrücke am Bahnhof Cainsdorf auch mit anderen Angelmethoden gefischt werden. In den Zuflüssen Rödelbach und Crinitzer Wasser, welche reine Forellengewässer sind, gibt es gute Bachforellen, ebenso wie in Pöhlwasser, Gr.Mittweida und Schwarzwasser. In letzterem wurden auch schon Bachsaiblinge gefangen.

Impressionen der Zwickauer Mulde

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Sommer an der Zwickauer Mulde

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Die "Eisige Mulde"

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Frühjahrshochwasser

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Hochwasser August 2010

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